Sozialer Laden nun in größerem Quartier – Zweites Geschäft für 2016 geplant

Birgit Petzsch ist eine der ehrenamtlichen Helferinnen im sozialen Laden, dessen Angebot von Kleidung über Bücher bis zu Hausrat reicht. Foto: Balandat (FN)
Birgit Petzsch ist eine der ehrenamtlichen Helferinnen im sozialen Laden, dessen Angebot von Kleidung über Bücher bis zu Hausrat reicht. Foto: Balandat (FN)

FÜRTH (FN) – Neues Quartier für „Frankenfair“: Seit diesem Montag befindet sich der soziale Laden in größeneren Räumlichkeiten in der Nürnberger Straße 29. Das Angebot richtet sich an bedürftige Menschen, die qualitativ hochwertige Second-Hand-Ware zu güstigen Preisen kaufen möchten.

Träger des Geschäfts ist der gemeinnützige Verein Weihnachtskürbis. Dessen erste Vorsitzende Heike Krämer ist froh, nun nur wenige Meter vom bisherigen Standort entfernt Ware auf 90 Quadratmetern Fläche anbieten zu können. „Im alten Laden hatten wir nur 35 Quadratmeter zur Verfügung. Bei zehn Kunden hätten wir wegen Überfüllung schließen können“, sagt Sie.

„Frankenfair“ wurde vor knapp zwei Jahren in der Nürnberger Straße 59 eröffnet. Die Idee dahinter: Privatpersonen und Geschäftsleute spenden Second-Hand-Artikel oder Neuware an das Geschäft, das Angebot reicht von Kleidung für die ganze Familie über Schulsachen und Accessoires und Hausrat bis zu Büchern und Schmuck. Ein Herrenhemd kostet beispielsweise fünf Euro, ebenso ein Paar Markenschuhe.

Mit dem Erlös fördert der Verein bedürftige Jugendliche und Kinder in der Region. Auch Wohlfahrtsverbände können kostenlos Artikel aus dem Frankenfair-Laden beziehen. „Wir haben mittlerweile ein richtiges Netzwerk in ganz Mittelfranken aufgebaut“, erklärt Jochen Maaßen, Vereinsmitbegründer und Ehemann von Heike Krämer.

Im „Frankenfair“ arbeiten eine festangestellte Leiterin sowie ehrenamtliche Mitarbeiter. Mit dem Laden, bei dessen Neueröffnung Oberbürgermeister Thomas Jung ein rotes Band durchtrennte und eine Spende der Stadt überreichte, soll aber auch die Integration gefördert werden. Sozialstunden können hier abgeleistet werden und Ein-Euro-Jobber eine Beschäftigung finden.

„Wir legen Wert darauf, dass dieses Geschäft einen Boutique-Charakter hat“, so Maaßen, bewusst wollte man eine andere Atmosphäre als in typischen Kleiderkammern schaffen.

Das Team rund um den Weihnachtskürbis e.V. hat auch schon neue Pläne: In den früheren Räumlichkeiten soll Anfang des nächsten Jahres ein Buchladen einziehen. „Unsere Vorstellung ist es, dass Schulklassen den Laden managen und von dem Erlös eigene Projekte finanzieren“, erläutert Maaßen. Nach der Vergrößerung sei man nun aber zunächst „ganz dringend auf ehrenamtliche Mitarbeiter angewiesen“, wirbt Initiatorin Heike Krämer für ein Engagement bei „Frankenfair“.

Quelle: Fürther Nachrichten, vom 8.12.2015 Text: Felix Balandat

Projekt Frankenfair mausert sich